Oldtimer - SV Petruj

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Wertgutachten Oldtimer - Ermittlung aktueller Werte

Ein Wertgutachten für Oldtimer dokumentiert den momentanen Zustand eines Fahrzeuges, Replika, Replica, Classic Cars, Oldtimers, in Schrift und Bild. Dabei wird - neben dem Allgemeinzustand - auch auf die Fahrzeugausstattung und auf eventuelle Modifikationen eingegangen; zum Beispiel wird hier eine geänderte Rad- und / oder Reifenkombination festgehalten.

Das Wertgutachten für Oldtimer beinhaltet auch den, durch den Sachverständigen festgestellten, Zeitwert, Marktwert, Wiederbeschaffungswert, Wiederaufbauwert oder Wiederherstellungswert. Ich berücksichtigen die Historie der Fahrzeuge und wertschätze umsichtige Restaurationen, die die Patina Ihres Oldtimers erhalten. Ich weise die am Mart üblichen Zustandsnoten aus. Viele Versicherer benötigen diese Dokumentation, um eine Einstufung hinsichtlich des Fahrzeugwertes vornehmen zu können. Im Schadensfall kann der Besitzer eines Wertgutachtens den Zustand seines Fahrzeuges / die Wertsteigerung sowie die getätigten Investitionen / Modifikationen genau belegen.
Auch Sammlungen können ihre automobilen Schätze durch mich bestimmen und verwerten, selbstverständlich ist Diskretion mein Gebot. Eine Reise ins Ausland, um ein hochwertiges Fahrzeug zu bewerten, gehört ebenfalls zum Service.

Wertgutachten für Oldtimer / Fahrzeugbewertungen für klassiche Autos.


Inhalt Wertgutachten für Oldtimer:
Vorgeschichte (Ankauf, etc.) Zustand der Karosserie, des Lacks, der Chromteile, des  Interieurs, des Verdecks usw.,  Marktwertermittlung, Modellgeschichte, Fotodokumentation, Bewertungsbogen nach Punkten, Zertifikat.

Das Beweissicherungsgutachten:
An Ihrem Fahrzeug sind bei Instandsetzungs-, Restaurierung- oder Wartungsarbeiten Schäden durch nicht fachgemäße Behandlung entstanden bzw. ein Schaden ist ohne unmittelbare Unfallskausalität entstanden und Sie möchten einen Regressanspruch anmelden. Ich besichtige das Fahrzeug, stelle fest, ob eventuell zur Abklärung weitere Demontagearbeiten vorgenommen werden müssen, und erstellen dann das Beweissicherungsgutachten.

Inhalt Beweissicherungsgutachten:
Vorgeschichte (Infos vom Fahrzeughalter zum Schadensgeschehen), Befundaufnahme, Gutachten über die Schadenshöhe und die Instandsetzungskosten,  Wertminderung bei Neuwagen, Zeit- und Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs, eventuell Infos über die übliche sach- und fachgerechte Vorgangsweise, Fotodokumentation;
Die weitere Vorgangsweise zur Einbringung der Schadenssumme bzw. der Gutachtenskosten ist individuell verschieden und muss von Fall zu Fall abgesprochen werden.







Mustergutachten

Erlass über historische Fahrzeuge und Zustandsklassen

GZ. BMVIT-179.340/0008-II/ST4/2005 DVR:0000175
An
siehe Teilnehmerliste
Ämter der Landesregierungen
Wien, am 12.12.2005
Betreff: Sitzung des Beirates für Historische Kraftfahrzeuge
In der Anlage übermittelt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie das Protokoll der Sitzung des
Beirates für Historische Kraftfahrzeuge vom 30. November 2005.
Die Ausführungen in diesem Protokoll basieren auf den Ergebnissen dieser Sitzung und finden entsprechende Anwendung. Es
wird darauf hingewiesen, dass der normative Teil dieses Protokolls als Erlass des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation
und Technologie anzuwenden ist.
Beilagen
Für den Bundesminister:
Ihr Sachbearbeiter:
Dieter KARL
Tel:+43(1)71100-5716 Fax-DW:15072
dieter.karl@bmvit.gv.at
elektronisch gefertigt
P r o t o k o l l z u r S i t z u n g d e s
Beirates für Historische Fahrzeuge
am: 30.November 2005 in: Klosterneuburg/Eurotax
1.) Die 30 Jahres Regelung
Gemäß der Entscheidung des Beirates sollen zukünftig Fahrzeuge ab Baujahr 1981 aufwärts, sowie Großserienprodukte erst
mit einem Alter von 30 Jahren in die Liste für Historische Kraftfahrzeuge aufgenommen werden. Ausschlaggebend ist das dabei
das Baujahr und nicht das Modelljahr des Fahrzeuges.
Die Entscheidung fiel mit 13 Stimmen dafür, 2 Enthaltungen und 0 Gegenstimmen.
- Es wird vorerst nicht daran gedacht, anstatt einer Fixregelung eine Gleitregelung anzuwenden.
- Fahrzeuge ab Baujahr 1981 werden vorerst nicht als historisch gelten. Ob solche Fahrzeuge in die Liste der Historischen
Fahrzeuge aufgenommen werden ist zu entscheiden, sobald diese ein Alter von 30 Jahren erreicht haben.
Für all jene Fahrzeuge, die von dieser Veränderung betroffen sind, bleibt weiterhin die Möglichkeit einer
Katalysatornachrüstung und Genehmigung nach dem § 34 KFG.
Am deutschen Markt werden ohnehin vielfältige und sinnvolle Lösungsmöglichkeiten angeboten.
Eine Veränderung des Fahrzeuges durch die Nachrüstung eines Katalysators gilt für die spätere Beurteilung des
historischen Wertes nicht als Beeinträchtigung.
Diese Maßnahme soll den Status des historischen Fahrzeuges festigen. Eine Vermengung mit Großserienprodukten, die heute
noch keinen besonderen Seltenheitswert aufweisen, würde dem Begriff schaden. Letztlich erfolgt durch diese Maßnahme auch
eine Anpassung an die international gebräuchlichen Baujahrsgrenzen für historische Fahrzeuge.
2.) Sicherheitstechnisches Mindesterfordernis für historische Fahrzeuge:
„Originalität mit Nachrüstvorschriften“ wird dies in der Zukunft verlangt werden, oder ist dies ein Widerspruch in sich?
Der Beirat hat sich generell für eine erforderliche Sicherheitsgrundausrüstung bei der Genehmigung historischer Fahrzeuge
ausgesprochen. Dies soll gewährleisten, dass Fahrzeuge aus der Frühzeit der Motorisierung welche zum Teil nicht über
Beleuchtungseinrichtungen verfügen, im heutigen Straßenverkehr sicher betrieben werden können. Letztlich dient dies auch
dem Schutz des historischen Kulturgutes, welches im Unfallfall unwiederbringlich verloren geht. Um alle Aspekte auszuloten
bzw. um die erforderlichen Mindeststandarts insbesondere im Beleuchtungsbereich zu definieren, wurde die Bildung eines
Arbeitskreises, an dem 11 Mitglieder des Beirates teilnehmen werden, beschlossen. Dieser Arbeitskreis wird im Frühjahr 2006
seine Arbeit aufnehmen.
Dieses sicherheitstechnische Mindesterfordernis wird für jene Fahrzeuge gelten, die neu als historische Kraftfahrzeuge
genehmigt werden, nicht jedoch für bereits genehmigte Fahrzeuge.
3.) Licht am Tag für historische Fahrzeuge:
In der 26. KFG-Novelle ist für Historische Fahrzeuge keine Ausnahmeregelung vorgesehen. Deshalb gilt auch für historische
Fahrzeuge mit Licht am Tag zu fahren.
Historische Kraftfahrzeuge, die über keine Lichtanlage verfügen, und auch so genehmigt wurden, sind im Erlass GZ.BMVIT-
179.173/0008-II/ST4/2005 vom 27.Oktober 2005 unter Punkt 5 erfasst. Die Verpflichtung, Licht am Tag zu verwenden, gilt nicht
für Lenker von Fahrzeugen, die aufgrund einer Ausnahmegenehmigung nicht mit Scheinwerfern und Leuchten ausgerüstet sind,
wie z.B. sehr alte historische Fahrzeuge.
Somit gibt es keine grundsätzliche Ausnahme für Historische Fahrzeuge. Werden an einem historischen Fahrzeug
“Tagfahrleuchten“ angebracht, so müssen diese Leuchten kein Prüfzeichen aufweisen sondern nur die „in etwa Wirkung“ der
jeweiligen ECE-Regelung erfüllen.
4.) Änderungen durch die 26. KFG-Novelle für Historische Kraftfahrzeuge:
In § 2 Abs.1 Zi.43 wurde die Definition des historischen Kraftfahrzeuges dergestalt verändert, dass der Ausdruck „Kraft“
entfallen ist, und diese Fahrzeugart künftig „historisches Fahrzeug“ heißt. Dies hat zur Folge, dass nicht nur Kraftfahrzeuge
historisch sein können, sondern von nun an auch Anhänger. Im Bereich der historischen Anhänger entfällt die Einschränkung.
Im §34 Abs. 4 sind derzeit keine zeitlichen Fahrbeschränkungen bei der Genehmigung für historische Anhänger vorgegeben.
Da nunmehr historische Anhänger durch das KFG erfasst sind, ist Punkt 3. des Erlasses 170.300/2-II/ST4/03 obsolet. Da
derzeit historische Anhänger nicht in der approbierten Liste enthalten sind, können Fahrzeuge mit einem Baujahr zwischen
1955 und 1980 erst nach Abgabe einer Empfehlung des Beirates für historische Fahrzeuge genehmigt werden.
Im § 106 KFG wird der Transport von Kleinkinder neu geregelt. Es dürfen Kinder bis 3 Jahre nur auf einem Platz mit
Sicherheitsgurt mit der entsprechenden Rückhaltevorrichtung transportiert werden.
Bei Fahrzeugen, in denen keine Gurten angebracht sind, ist somit ein Transport von Kindern bis 3 Jahren unzulässig.
Eine Nachrüstung von Gurten kann nur dann genehmigt werden, wenn ein Nachweis für die Gurtverankerungspunkte gegeben
ist.
Mit der Typendatenbank soll auch die Regelung eintreten, dass Fahrzeugdaten 10 Jahre nach der letzten Abmeldung gelöscht
werden. Da der originale Typenschein eingezogen wird, gehen somit die Unterlagen zu den Fahrzeugen verloren. Es wird
deshalb klargestellt, dass eine Entwertung des originalen Fahrzeugdokumentes dem Einzug des Typenscheines bzw. des
Einzelgenehmigungsbescheides gleichgesetzt ist.
5.) Allfälliges:
Klebekennzeichen, wie sie für den Jaguar E-Type angeregt wurden, sind nicht zulässig. Es wurde auch der Wunsch geäußert,
bestehende Kennzeichenformate freizugeben, so dass ein Format für das jeweilige Fahrzeug ausgewählt werden kann.
Da eine Veränderung der Kennzeichenformate sowie die Möglichkeit der Verwendung von Klebekennzeichen zusätzlichen
Verwaltungsaufwand nach sich zieht und dies im Bereich der Wechselkennzeichenregelung massive Veränderungen zur Folge
hätte kommt der Beirat überein diese Vorschläge nicht weiter zu verfolgen.
Fahrräder mit Hilfsmotor:
Sofern es sich um ein historisch korrektes Fahrrad und einen historisch korrekten Antrieb handelt, gibt es keinerlei Bedenken.
Diese Kombination ist bis zu einer Bauartgeschwindigkeit von 45 km/h als Motorfahrrad (rotes Kennzeichen) einzustufen und
bei einer höheren Bauartgeschwindigkeit als Motorrad.
In diesem Kontext soll eine eigene Liste für Hilfsmotoren erstellt werden. Diese soll auch über eine zeitgemäße Kombination
Aufschluss geben. Prof. Ehn hat sich bereit erklärt bis zur nächsten Beiratssitzung einen Entwurf vorzulegen.
Wochenendfahrverbot für Nutzfahrzeuge:
Da die meisten Veteranenveranstaltungen an Wochenenden stattfinden, ergeben sich erhebliche Probleme für historische
Nutzfahrzeuge über 7,5 t höchstzulässiges Gesamtgewicht. Angeregt wird deshalb eine Ausnahme des
Wochenendfahrverbotes für Historische Kraftfahrzeuge über 7,5 t höchstzulässiges Gesamtgewicht. Dieses Anliegen wird der
Sektion II Abteilung ST5 des Ministeriums zur Prüfung vorgelegt.
Begründet wird die Ausnahme für die Historischen Fahrzeuge damit, dass diese ohnehin nicht gewerblich genützt werden
dürfen, die Veranstaltungen in der Regel an den Wochenenden stattfinden und die Gesamtzahl der Fahrten vernachlässigbar
ist.
BMVIT - II/ST4 (Rechtsbereich Kraftfahrwesen und Fahrzeugtechnik)
Postfach 3000 Stubenring 1
1011 Wien
email : st4@bmvit.gv.at
GZ. BMVIT-190.500/0002-II/ST4/2006 DVR:0000175
Wien, am 2. Mai 2006
Betreff: Historische Fahrzeuge
Aufgrund der Änderungen durch die 26. KFG-Novelle für die Thematik der historischen Fahrzeuge musste der diesbezügliche
Erlass aktualisiert werden.
Mit dem vorliegenden Erlass wird der Erlass 190.500/2-II/A/5/98 aufgehoben.
Inhalt:
1. Zusammenstellung der relevanten gesetzlichen Bestimmungen
1.1. KFG 1967 in der Fassung der 26. Nov. BGBl. Teil I Nr. 117/2005
1.2. KDV 1967 in der Fassung der 51. Nov. BGBl. Teil II Nr. 412/2005
2. Erläuterungen
2.1. Überprüfung der Erhaltenswürdigkeit
2.2. Überprüfung des Erhaltenszustandes
2.3. Zeitliche Fahrbeschränkungen
2.4. Eintragung in Genehmigungspapiere / Zulassungsschein
1. Zusammenstellung der relevanten gesetzlichen Bestimmungen:
1.1. KFG 1967 in der Fassung der 26. Nov. BGBl. Teil I Nr. 117/2005:
1.1.1. § 2 Begriffsbestimmungen
(1) Ziff. 43
Im Sinne dieses Bundesgesetzes gilt als: historisches Fahrzeug ein erhaltungswürdiges, nicht zur ständigen
Verwendung bestimmtes Fahrzeug,
a) mit Baujahr 1955 oder davor, oder
b) das älter als 25 Jahre ist und in die vom Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr approbierte
Liste der historischen Fahrzeuge eingetragen ist (§ 131b);
1.1.2. § 33 (3a) Änderungen an einzelnen Fahrzeugen
1.1.2.1. derzeit geltende Fassung (25. KFG - Novelle)
(3a) Auf Antrag hat der Landeshauptmann ein bereits genehmigtes Kraftfahrzeug auch ohne Änderungen am Fahrzeug als
historisches Kraftfahrzeug zu genehmigen, sofern die Voraussetzungen für ein historisches Kraftfahrzeug erfüllt sind. Eine
solche Genehmigung ist im Typenschein des Fahrzeuges ersichtlich zu machen. Weiters hat der Landeshauptmann
Änderungen im Typenschein des Fahrzeuges auch ohne Änderungen am Fahrzeug vorzunehmen, wenn dies beantragt wird
und durch eine Änderung der einschlägigen Rechtsvorschriften begründet ist.
1.1.2.2. in der Fassung der 26. KFG – Novelle (tritt mit 1. Juli 2007 in Kraft)
(3a) Auf Antrag hat der Landeshauptmann ein bereits genehmigtes Fahrzeug auch ohne Änderungen am Fahrzeug als
historisches Fahrzeug zu genehmigen, sofern die Voraussetzungen für ein historisches Fahrzeug erfüllt sind. Eine solche
Genehmigung ist im Wege der Datenfernübertragung in die Genehmigungsdatenbank einzugeben. Weiters hat der
Landeshauptmann Änderungen der Genehmigungsdaten eines Fahrzeuges auch ohne Änderungen am Fahrzeug zu
genehmigen und im Wege der Datenfernübertragung in die Genehmigungsdatenbank einzugeben, wenn
1. dies beantragt wird und durch eine Änderung der einschlägigen Rechtsvorschriften begründet ist, oder
2. diese Änderung eine Einschränkung eines Wertebereiches auf einen festen Wert innerhalb des Wertebereiches
für ein oder mehrere Merkmale des Fahrzeuges in der Genehmigungsdatenbank darstellt, und diese
Einschränkung auf einen festen Wert wirtschaftlich begründbar ist.
Es ist ein neuer Zulassungsschein mit den geänderten Daten auszustellen. Der Typenschein ist dauerhaft als ungültig zu
kennzeichnen und der aktuelle Datenausdruck der Genehmigungsdaten ist der Zulassungsbescheinigung beizufügen. Im Fall
der Z 2 ist der dabei anfallende Aufwand dem Landeshauptmann nach Maßgabe des im § 131 Abs. 6 genannten Tarifes vom
Antragsteller zu ersetzen.
1.1.3. § 34 (4) Ausnahmegenehmigung
Vor Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für historische Fahrzeuge sind deren Erhaltungswürdigkeit und deren
Erhaltungszustand nachzuweisen. Bei Fahrzeugen, die nicht in die Liste der historischen Kraftfahrzeuge eingetragen sind, hat
der Beirat für historische Fahrzeuge (§ 131b) eine Empfehlung abzugeben. Historische Kraftwagen dürfen nur an 120 Tagen
pro Jahr verwendet werden, historische Krafträder nur an 60 Tagen pro Jahr. Über diese Verwendung sind fahrtenbuchartige
Aufzeichnungen zu führen und der Behörde auf Verlangen vorzulegen.
1.1.4. § 57a (3) Wiederkehrende Begutachtung
Die wiederkehrende Begutachtung ist jeweils zum Jahrestag der ersten Zulassung, auch wenn diese im Ausland erfolgte, oder
zum Jahrestag des von der Behörde festgelegten Zeitpunktes vorzunehmen:
4.) bei historischen Fahrzeugen alle zwei Jahre.
Über Antrag des Zulassungsbesitzers kann die Zulassungsbehörde einen anderen Tag als den Jahrestag der ersten Zulassung
als Zeitpunkt für die wiederkehrende Begutachtung festsetzen. Die Begutachtung kann - ohne Wirkung für den Zeitpunkt der
nächsten Begutachtung- auch in der Zeit vom Beginn des dem vorgesehenen Zeitpunkt vorausgehenden Kalendermonates bis
zum Ablauf des vierten darauf folgenden Kalendermonates vorgenommen werden. Wurde der Nachweis über den Zeitpunkt der
ersten Zulassung nicht erbracht, so hat die Behörde den Zeitpunkt der ersten Begutachtung festzusetzen. Als wiederkehrende
Begutachtung gilt auch eine Einzelprüfung des Fahrzeuges gemäß § 31 Abs. 3 oder eine besondere Überprüfung gemäß § 56.
1.1.5. § 131b. Beirat für historische Fahrzeuge
(1) Der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie bedient sich zur Führung der Liste der historischen Fahrzeuge
der sachverständigen Beratung eines Beirates (Beirat für historische Fahrzeuge). Hinsichtlich Fahrzeugen, die nicht in die Liste
eingetragen sind, kann der Beirat Empfehlungen betreffend die Erhaltungswürdigkeit und den Erhaltungszustand dieser
Fahrzeuge abgeben (§ 34 Abs. 4) und die Liste ergänzen, wobei jedoch bei der Beurteilung der Erhaltenswürdigkeit,
insbesondere auch auf die eventuellen negativen Umweltauswirkungen bestimmter Fahrzeugbauarten Bedacht zu nehmen ist.
(2) Der Beirat tagt bei Bedarf. Anträge auf Aufnahme in die Liste oder auf Abgabe einer Empfehlung können direkt beim Beirat
eingebracht werden. Erforderlichenfalls kann der Beirat von den Antragstellern vor Abgabe einer Empfehlung oder der
Aufnahme in die Liste die Vorlage von Gutachten verlangen.
(3) Der Beirat setzt sich zusammen aus:
1. drei Vertretern des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr und
2. je einem Vertreter -des Bundesministeriums für Umwelt, Jugend und Familie,
-der Bundesarbeitskammer,
-der Wirtschaftskammer Österreich,
-der Vereine von Fahrzeugbesitzern, die im Kraftfahrbeirat vertreten sind,
-der Interessenskreise Versicherungsunternehmungen und Fahrzeugindustrie,
-von Vereinigungen, die sich mit der Erhaltung und Förderung historischer Fahrzeuge befassen,
-der Sachverständigen gemäß § 125 bei den Ämtern der Landesregierungen.
(4) Die Tätigkeit im Beirat ist unentgeltlich, sie begründet keinen Anspruch auf Entschädigung für Reisekosten oder
Zeitversäumnis.
(5) Der Beirat kann fallweise auch Sachverständige, die nicht Mitglieder des Beirates sind, zur Mitarbeit heranziehen. Die
Sitzungen des Beirates sind nicht öffentlich. Durch Verordnung kann eine Geschäftsordnung erlassen werden, die nähere
Bestimmungen, insbesondere über die Einberufung des Beirates, die Führung der Liste und über das Zustandekommen von
Empfehlungen enthält.
1.2. KDV 1967 in der Fassung der 51. Nov. BGBl. Teil II Nr. 412/2005:
§ 8 Lärmverhütung und Auspuffanlagen
(1) Der A - bewertete Schallpegel des Betriebsgeräusches eines Kraftfahrzeuges oder Anhängers darf die folgend angeführten
Grenzwerte, bei Fahrzeugen, die der Fahrzeugklasseneinteilung der Europäischen Union entsprechen, die in den
nachstehenden Richtlinien angeführten Grenzwerte, nicht übersteigen:
6. bei Fahrzeugen, die gemäß § 34 KFG 1967 als historische Fahrzeuge genehmigt werden
.............................................................................................................................................................. 89 dB(A).
2. Erläuterungen:
Mit der 19. KFG Novelle wurde die Möglichkeit eröffnet, auch andere Fahrzeugkategorien außer L, M1, und N1 als historisch
einzustufen und zu genehmigen. Andererseits wurde mit dem Alter von 25 Jahren eine klare Abgrenzung vom bisher immer
wieder auftauchenden Begriff so genannter Raritäten vorgenommen. Bei der Einstufung als historisches Fahrzeug ist auf zwei
Kriterien besonders zu achten; diese sind die Erhaltenswürdigkeit und der Erhaltungszustand. Fahrzeuge, die eines von beiden
Kriterien nicht erfüllen, sind nicht genehmigungsfähig.
2.1. Überprüfung der Erhaltenswürdigkeit:
2.1.1. Vom Beirat für historische Fahrzeuge wurde die Liste der Firma Eurotax Historische Kraftfahrzeuge (Ausgabe 1998 und
folgende) als approbiert im Sinne des § 2 Ziff. 43 KFG 1967 eingestuft. Diese Liste ist auf Basis der bisher gültigen
Stückzahlbegrenzungen erstellt worden, d. h. Massenmodelle mit großer Verbreitung auf dem Markt sind auch dann nicht
enthalten, wenn sie schon das Alter von 25 Jahren erreicht haben.
Dazu ist zu bemerken, dass der Verlag Eurotax auch Kurzauszüge aus der Liste erstellt, welche als Nachweis für die
Erhaltenswürdigkeit dienen können.
2.1.2. Jene Fahrzeuge, die ein Mindestalter von 25 Jahren haben und aus Seltenheitsgründen nicht in der Liste enthalten sind,
werden dem Beirat vorgelegt. Dieser bestimmt im Sinne einer rascheren Verfahrensabwicklung jeweils für einzelne
Fahrzeugarten 3 besonders spezialisierte Sachverständige, die eine Vorselektierung zur Aufnahme in die Liste vornehmen.
2.1.3. Originalität: Die Hauptbaugruppen der Fahrzeuge müssen im Originalzustand erhalten sein. Zeitgenössischer Ersatz gilt
als dem originalen Zustand entsprechend, wenn es sich um Zubehör oder Ersatzteile handelt, die in einem Zeitraum von 10
Jahren ab dem Erzeugungsjahr des Fahrzeuges im Handel angeboten wurden (handelsübliches oder werksnahes Zubehör).
Für die Originalität solcher Änderungen sind Nachweise durch Literatur, Prospekte, Fotos und dergleichen zu erbringen.
Nachträgliche Änderungen am Fahrzeug, die Hauptbaugruppen betreffen und somit den Grundcharakter des Fahrzeuges und
dessen technische Konstruktionsmerkmale verändern, führen zu einer Neueinstufung des Fahrzeuges mit dem Baujahr, das
dem geänderten Teil zuzuordnen ist.
2.1.3.1. Als Hauptbaugruppen gelten:
-Motor- und Gemischbildungseinrichtung
-Kraftübertragung
-Radaufhängungen
- Lenkanlage/ Lenkgabel bei Motorrädern
-Aufbauten
(Diese müssen im Originalzustand erhalten sein)

2.1.3.2. Folgende Teile können durch Nachbildungen oder angepasste Austauschteile ersetzt werden:
- Bereifung
- Zündkerzen
- Lampen
- Verglasung
- Ketten und Riemen
- Bremsbeläge
- Auspuffanlage

Insgesamt darf durch zusätzliche Ausrüstung und Ausstattung der Originaleindruck nicht beeinträchtigt werden.
2.2. Überprüfung des Erhaltungszustandes
2.2.1. Der Erhaltungszustand kann hinsichtlich der Verkehrs- und Betriebssicherheit über eine § 57 a oder eine § 56 KFG 1967
leg. cit. - Überprüfung nachgewiesen werden. Bezüglich allgemeiner Ausrüstungsbestimmungen gilt der zum Zeitpunkt des
erstmaligen Inverkehrbringens gesetzmäßige Zustand mit Ausnahme jener Ausrüstungsgegenstände, für die Nachrüstungsverpflichtung
besteht. Bei historischen Fahrzeugen, bei denen Unterlagen über die technischen Standards nicht in allen
Überprüfungswerkstätten vorhanden sind, kann auf besonders gekennzeichnete Spezialwerkstätten zur wiederkehrenden
Begutachtung von historischen Fahrzeugen zurückgegriffen werden.
2.2.2. Zusätzlich ist es notwendig, eine genauere Qualitätsangabe bzw. Zustandsbeurteilung historischer Fahrzeuge
vorzunehmen. Die Definition richtet sich nach der von Sachverständigen für historische Fahrzeuge verwendeten Wertskala von
Stufe 1 bis Stufe 5. Für die Einstufung als historisches Fahrzeug können die Beurteilungen des Erhaltungszustands von 1 bis 3
in der Wertskala gelten:
1. Exzellenter Originalzustand
2. Sehr guter Originalzustand
3. Guter Allgemeinzustand
Die Zustandsbeurteilungen 4 und 5
4. Akzeptabler Zustand
5. Unrestaurierter mangelhafter Zustand
führen nicht zu einer Einstufung als historisches Fahrzeug.
Die Beurteilung des Erhaltungszustandes hat unabhängig und zusätzlich zu den seitens des KFG 1967 geforderten
Überprüfungen nach § 57a oder § 56 leg. cit. zu erfolgen und kann auch über ein Gutachten der als Sachverständigen für
historische Fahrzeuge genannten Personen oder eines Sachverständigen nach § 124 KFG 1967 oder § 125 KFG 1967
nachgewiesen werden.
2.3. Zeitliche Fahrbeschränkungen:
2.3.1. Zur Minimierung der Umweltauswirkungen ist bei historischen Kraftfahrzeugen grundsätzlich vorzusehen, dass ein
maximaler Einsatz an 120 Fahrtagen für Kraftwagen und von 60 Fahrtagen für Krafträder nicht überschritten wird. Es bestehen
drei Möglichkeiten, die zeitlichen Beschränkungen nachzuweisen.
1) Nachweis über einen speziellen Versicherungsvertrag, sowie Hinterlegung der Kennzeichen bei der Behörde
(kostengünstigste Methode),
2) Nachweis über Fahrtenschreiber oder Kontrollgerät,
3) Nachweis über ein bei einem Veteranenclub registriertes Fahrtenbuch.
2.3.2. Zur Ausstellung von Fahrtenbüchern für historische Fahrzeuge sind ausschließlich die folgenden Vereine ermächtigt:
ÖAMTC, ARBÖ, ÖMVV, ÖMVC, ÖGHK und AMV. Die Listen der registrierten Fahrtenbücher sind auf Verlangen der Behörde
von den Vereinen vorzulegen.

2.3.3. Die Eintragung in das Fahrtenbuch ist so zu führen, dass die jeweilige Fahrt bereits vor deren Antritt ausgefüllt sein muss.
Diese Eintragungen müssen das Datum, den Zweck der Fahrt und den Startort enthalten. Nachträglich ist das Ziel und die
zurückgelegten Kilometer zu ergänzen. Das Fahrtenbuch ist ständig mitzuführen und den Straßenaufsichtsorganen auf
Verlangen vorzuweisen. Das Fahrtenbuch ist 5 Jahre aufzubewahren. Bei der wiederkehrenden Begutachtung nach § 57 a KFG
1967 darf das Vorhandensein des Fahrtenbuches überprüft werden.
2.4. Eintragungen in Genehmigungspapiere / Zulassungsschein:
2.4.1. Die Genehmigung als historisches Fahrzeug nach § 34 KFG 1967 ist in den Einzelgenehmigungsbescheid einzutragen
und außerdem im Zulassungsschein zu vermerken. Im Zulassungsschein ist ferner die Art des Nachweises für die zeitliche
Einsatzbeschränkung als Auflage festzuhalten.
Die Herren Landeshauptmänner werden eingeladen, die befassten Stellen zu informieren.
Für den Bundesminister:
Dr. Wilhelm Kast
Ihr(e) Sachbearbeiter(in):
Ing. Paul Kocian
Tel. +43(01)71162/1706 DW, FAX: 15072
paul.kocian@bmvit.gv.at
elektronisch gefertigt

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Qualitätsangabe / Zustand
Der Erhaltungs- oder auch Restaurierungszustand ist eines der wichtigsten Beurteilungskriterien.
Die Wertskala von 1 bis 5 bedeutet:
1
Exzellenter Originalzustand oder nach den Originalspezifikationen toprestauriert.
Concours- und/oder Kollektionsfahrzeug der Spitzenklasse. Keine fehlerhaften Aggregate
oder unzeitgemäße Details. Sehr selten!
2
Sehr guter Originalzustand oder fachgerecht restauriert. Keine technischen Mängel, nur
leichte Gebrauchsspuren. Minimale Zugeständnisse an das Wagenalter. Keine fehlenden
Teile.
3
Guter Allgemeinzustand, eventuell ältere Restaurierung. Unbedeutende Mängel, voll
fahrbereit. Keine nennenswerten Rostschäden. Für eine unmittelbare Zulassung bereit.
4
Akzeptabler Zustand. Reparaturbedürftig, bedingt fahrbereit. Eventuell teilrestauriert.
Leichte bis mittlere Durchrostung. Mit wenig Aufwand zu reparieren resp. restaurieren.
5
Unrestaurierter mangelhafter Zustand. Annähernd komplett, kaum noch fahrbar. Viel
Rost. Größere Investitionen nötig, Restaurierung aber noch durchführbar. Keine Wracks
oder Ersatzteilträger.
Veteranenfahrzeug-Definition der FIVA:
Fédération Internationale des Véhicules Anciens – FIVA
Generalsekretär: Michel dé Thomasson
49 Boulevard Suchet, 75016 Paris
Telefon: 33-1-42 45 11 21
Telefax: 33-1-45 45 20 39 71
Die Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) wurde am 1. März 1966 gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die
Interessen aller Personen und Vereine zu vertreten und zu schützen, die sich mit der Erhaltung, Pflege, Restaurierung und
Nutzung historischer Landfahrzeuge - überall in der Welt - befassen.
Die FIVA ist die einzige derartige internationale Organisation, die von der UNESCO anerkannt wird. Seit der Gründung
entwickelte sich die FIVA zu einer internationalen Vereinigung, die heute ca. 600.000 Mitglieder in 36 Ländern – auf allen
Kontinenten – vertritt.
Wie teilen die Internationalen Clubs die Oldtimer ein?
Die FIVA, die in allen westeuropäischen Ländern und in vielen Staaten in Übersee durch nationale Clubs vertreten ist, hat
schon vor vielen Jahren eine Kategorisierung historischer Automobile vorgenommen, nach der sich unter anderem auch die
Veranstalter von Oldtimer-Rallies in ihren Ausschreibungen orientieren.
Altersklassifizierung der FIVA:
Vehicle Period Classification
Class A (Ancestor) Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 1904
hergestellt wurden.
Class B (Veteran) Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Jänner 1905 und dem
31. Dezember 1918 hergestellt wurden.
Class C (Vintage) Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Jänner 1919 und dem
31. Dezember 1930 hergestellt wurden.
Class D (Post Vintage) Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Jänner 1931
und dem 31. Dezember 1945 hergestellt wurden.
Class E (Post War) Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Jänner 1946 und dem
31. Dezember 1960 hergestellt wurden.
Class F Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Jänner 1961 und
31. Dezember 1970 hergestellt wurden.
Class G Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Jänner 1971 dem FIVA-Alterslimit
laut § 1.2. hergestellt wurden.
Zum Alterslimit lt. § 1.2: (Allgemeine Veteranenfahrzeug-Definition der FIVA)
"Historisches Fahrzeug: Ein in technischer originaler Form erhaltenes Fahrzeug, welches mechanisch angetrieben ist und
vor mehr als 20 bzw. 25 Jahren hergestellt wurde, erhalten und gepflegt in historisch korrektem Zustand und im Besitz einer
Person oder einer Organisation, die dieses Fahrzeug aus historischem Interesse pflegt und unterhält und es nicht zum
täglichen Gebrauch einsetzt."
Das ursprüngliche viel zu knapp angesetzte Alterslimit von 20 Jahren wurde lt. Beschluss vom 6. 11. 1999 der FIVA
"Techncial Commission" stufenweise auf bis 25 Jahre heraufgesetzt.
25 Jahre Alterslimit wird stufenweise eingeführt:
Technical Commission
21 Jahre 2000/2001
22 Jahre 2002/2003
23 Jahre 2004/2005
24 Jahre 2006/2007
25 Jahre 2008/2009
Übersetzung FIVA Technical Code 2010
FIVA TECHNICAL CODE
FIVA TECHNISCHES REGLEMENT
INHALT
4. EINLEITUNG
5. DEFINITION
6. BEGRIFFE
7. ALLGEMEINE REGELN
9. TECHNISCHE EINTEILUNG DER FAHRZEUGE
10. EINTEILUNG DER FAHRZEUGE NACH BAUALTER
11. BESTIMMUNG DES BAUJAHRES UND DER EINTEILUNG
12. FIVA IDENTITY CARD (FIVA IDENTITÄTSAUSWEIS)
13. SONSTIGES
Anhang A ANTRAGSFORMULAR für die FIVA ID CARD
Anhang B FIVA IDENTITY CARD
Anmerkung:
Bitte achten Sie darauf, dass Sie stets die aktuelle Fassung des
FIVA TECHNISCHEN REGLEMENTS verwenden.
0. EINLEITUNG
Das FIVA TECHNISCHE REGLEMENT definiert, was ein HISTORISCHES FAHRZEUG im Sinn der FIVA ist, setzt Regeln zur
Einteilung der HISTORISCHEN FAHRZEUGE in verschiedene Gruppen fest und beschreibt die Anforderungen, unter welchen die
FIVA eine FIVA ID CARD ausstellt.
Die FIVA ID CARD (FIVA IDENTITÄTSAUSWEIS)
enthält alle Informationen über das Fahrzeug, welche vom Eigentümer
angegeben und durch die FIVA als unabhängige Stelle geprüft wurden -
damit beschreibt sie das Fahrzeug und seinen Erhaltungszustand zum
Zeitpunkt der Überprüfung und gibt Auskunft über die bekannte Geschichte
des Fahrzeuges und mögliche Änderungen.
Hält diese Informationen in einer Datenbank fest - deshalb dokumentiert
und sichert sie die technische und bekannte Geschichte von überlebenden
Fahrzeugen zum Nutzen des motorisierten Kulturerbes der Welt.
Wird benötigt für FIVA Veranstaltungen und darf vom Eigentümer nur für
eigene Zwecke verwendet werden.
Es ist das übergeordnete Ziel, alle die Straßenfahrzeuge zu bewahren und in einem verkehrstüchtigen Zustand zu erhalten,
welche unter die DEFINITION DER FIVA für HISTORISCHE FAHRZEUGE fallen.
1. DEFINITION
Die FIVA definiert ein HISTORISCHES FAHRZEUG als ein mechanisch angetriebenes Straßenfahrzeug
welches mindestens 30 Jahre alt ist;
welches in historisch korrektem Zustand erhalten und gewartet wird; welches nicht für den alltäglichen
Gebrauch verwendet wird; und welches daher ein Teil unseres technischen und kulturellen Erbes ist.

2. BEGRIFFE
HISTORISCHES FAHRZEUG: Ein Fahrzeug, welches die Bedingungen entsprechend der FIVA -Definition erfüllt.
EPOCHE: Der Zeitabschnitt, in dem das HISTORISCHE FAHRZEUG in normalem Gebrauch war. Das kann für gewisse
HISTORISCHE FAHRZEUGE in verschiedenen Ländern variieren.
SPEZIFIKATIONEN DER EPOCHE (ZEITGENÖSSISCHE SPEZIFIKATIONEN): Die normalen technischen Spezifikationen des
HERSTELLERS eines Fahrzeuges bis zum Erscheinen eines neuen Modells.
HERSTELLER: Eine Person oder ein Unternehmen, die bzw. das ein Fahrzeug entwickelt, herstellt, zusammenfügt und
vermarktet und dazu berechtigt ist.
NACHBAUER: Eine Person oder ein Unternehmen (aber nicht der HERSTELLER) die ein Fahrzeug zusammenbauen, welches
eine Kopie eines HISTORISCHEN FAHRZEUGES außerhalb der EPOCHE ist.
3. ALLGEMEINE REGELN
3.1 Das HISTORISCHE FAHRZEUG soll in korrekter, umweltfreundlicher Weise gepflegt und benützt und so erhalten
werden wie es seiner EPOCHE entspricht.
3.2. Außerhalb der EPOCHE ausgeführte Umbauten und Änderungen sollen vermieden werden und prinzipiell auf
behördlich angeordnete Modifikationen beschränkt sein oder auf solche, die bei Behinderung oder Gebrechen des
Besitzers/Fahrers den sicheren Gebrauch des Fahrzeuges auf der Strasse gewährleisten. Sie sollen dem Zeitgeist der
EPOCHE entsprechen und in einer solchen Art gemacht werden, dass das Fahrzeug wieder zurück in den historisch
korrekten Zustand gebracht werden kann.
3.3 Umbauten und Änderungen sind so zu dokumentieren, dass man auch zukünftig erkennen kann, worin das HISTORISCHE
FAHRZEUG vom ursprünglichen Zustand abweicht. Diese Angaben müssen auf Seite 4 des FIVA-IDENTITÄTSAUSWEISES
(FIVA ID CARD) ausgewiesen werden.
4. TECHNISCHE EINTEILUNG DER FAHRZEUGE
4.1 FAHRZEUGKATEGORIEN
Type A - STANDARD
Ein HISTORISCHES FAHRZEUG mit den ZEITGENÖSSISCHEN SPEZIFIKATIONEN, wie es vom HERSTELLER
ausgeliefert wurde. Kleinere kosmetische Veränderungen aus der EPOCHE und typisches Zubehör, wie es innerhalb der
EPOCHE erhältlich war, können akzeptiert werden.
Type B - UMGEBAUT IN DER EPOCHE
Ein HISTORISCHES FAHRZEUG, welches in der EPOCHE für einen besonderen Verwendungszweck speziell angefertigt oder
verändert wurde, typisch in seiner Art und dadurch von eigenem historischem Interesse.
Type C - NACHBAUTEN UND REPLIKATE
Ein NACHBAU ist die Kopie eines HISTORISCHEN FAHRZEUGES, mit der ein spezifisches Modell dargestellt wird, gebaut
außerhalb der EPOCHE von einem NACHBAUER, mit oder ohne Teile, die den ZEITGENÖSSISCHEN SPEZIFIKATIONEN
entsprechen. Solch ein HISTORISCHES FAHRZEUG muss klar beschrieben sein, um anzuzeigen, dass es ein NACHBAU ist.
Das HISTORISCHE FAHRZEUG bekommt einen Namen, zusammengesetzt aus dem Namen des NACHBAUERS und des
HERSTELLERS und des Modells, von dem das Fahrzeug ein NACHBAU ist (Beispiel: Smith Bugatti Type 35).
Ein REPLIKAT muss den obigen Bedingungen entsprechen, wurde aber vom HERSTELLER des originalen Fahrzeuges
gebaut.
Beide, NACHBAUTEN und REPLIKATE von historischen Fahrzeugen werden gemäß dem Datum ihrer Fertigstellung
datiert.
Type D - UMGEBAUT AUSSERHALB DER EPOCHE
Außerhalb der EPOCHE ausgeführte Umbauten und Änderungen an einem HISTORISCHEN FAHRZEUG mit nachgewiesener
Identität in einer Art, wie sie typisch in der EPOCHE waren und mit Teilen entsprechend ZEITGENÖSSISCHEN
SPEZIFIKATIONEN.
Type E - AUSNAHME
Außerhalb der EPOCHE ausgeführte Änderungen an einem HISTORISCHEN FAHRZEUG mit nachgewiesener Identität, die
mit Teilen oder Technologien, die nicht in der EPOCHE erhältlich waren, durchgeführt wurden. Solch ein Fahrzeug muss immer
den originalen Rahmen / Chassis oder Plattform und eine Karosserie entsprechend den SPEZIFIKATIONEN DER EPOCHE für
das Modell haben. Nicht mehr als zwei der folgenden Haupt-Komponenten dürfen von der originalen Spezifikation abweichen:
Motor
Getriebe
Räder
Vorderradaufhängung / Lenksystem
Hinterradaufhängung
Solche Modifikationen können in jüngerer Zeit erfolgt sein und haben keinen Einfluss auf die Datierung des Fahrzeuges.
4.2 FAHRZEUG ERHALTUNGS-GRUPPEN
Gruppe 1 - ORIGINAL
Ein HISTORISCHES FAHRZEUG, wie ursprünglich hergestellt, unverändert und nur mit geringen Gebrauchsspuren.
Gruppe 2 - AUTHENTISCH
Ein HISTORISCHES FAHRZEUG welches benutzt aber niemals restauriert wurde, den originalen Spezifikationen entsprechend,
mit bekannter Geschichte und in originalem, möglicherweise abgenutztem Zustand. Teile, die normalerweise dem Verschleiß
unterliegen, dürfen durch Teile gemäß den SPEZIFIKATIONEN DER EPOCHE ersetzt werden. Reparaturen von Lackierung,
Metall-Beschichtung und Polsterung sind zulässig.
Gruppe 3 - RESTAURIERT
Ein HISTORISCHES FAHRZEUG mit bekannter Identität, das vollständig oder teilweise zerlegt, überholt und anschließend
wieder zusammengebaut wurde. Nur unerhebliche Abweichungen der Spezifikationen des HERSTELLERS; falls Teile oder
Materialien nicht mehr beschaffbar sind, sind annehmbar. Originale HERSTELLER-Teile sollen; soweit verfügbar; verwendet
werden, können aber durch Teile gleicher Ausführung ersetzt werden. Innenausstattung, Außenausstattung und Oberflächen
sollen so nah wie möglich den SPEZIFIKATIONEN DER EPOCHE entsprechen.
Gruppe 4 - WIEDERAUFGEBAUT
Teile von einem oder mehreren Fahrzeugen desselben Modells oder Typs, zusammengebaut zu einem HISTORISCHEN
FAHRZEUG so nah wie möglich entsprechend der HERSTELLER Original-Spezifikation. Originale HERSTELLER- Teile
müssen, soweit verfügbar, verwendet werden, können aber durch Teile gleicher Ausführung ersetzt werden. Innenausstattung,
Außenausstattung und Oberflächen sollen so nah wie möglich den SPEZIFIKATIONEN DER EPOCHE entsprechen.
5. EINTEILUNG DER FAHRZEUGE NACH EPOCHEN
Für FIVA Veranstaltungen fallen Fahrzeuge traditionellerweise in folgende Klassen:
Klasse A (Ancestor) Fahrzeuge gebaut bis 31. Dezember 1904
Klasse B (Veteran) Fahrzeuge gebaut von l. Jan 1905 bis 31. Dez 1918
Klasse C (Vintage) Fahrzeuge gebaut von 1. Jan 1919 bis 31. Dez 1930
Klasse D (Post Vintage) Fahrzeuge gebaut von 1. Jan 1931 bis 31. Dez 1945
Klasse E (Post War) Fahrzeuge gebaut von 1. Jan 1946 bis 31. Dez 1960
Klasse F Fahrzeuge gebaut von 1. Jan 1961 bis 31. Dez 1970
Klasse G Fahrzeuge gebaut von 1. Jan 1971 bis zum FIVA

Alterslimit wie in Punkt 1. definiert.
6. BESTIMMUNG DES BAUJAHRES UND DER EINTEILUNG
6.6 Angaben zur Bestimmung des Produktionsdatums und der Einteilung eines Fahrzeuges oder von Teilen davon müssen
jede relevante Information oder Dokumentation enthalten. Chassis-/Rahmen-/Serie- und Motor-Nummern sind notwendig. Bei
Fahrzeugen, welche original nur mit der Motor-Nummer identifiziert wurden, wird diese Nummer als Serien-Nummer des
Fahrzeuges betrachtet.
6.7 Die Verantwortung zur Bereitstellung der notwendigen Dokumente verbleibt immer beim Eigentümer des Fahrzeuges.
6.8 Die FIVA ID CARD ausstellende ANF (Autorité nationale FIVA / FIVA national governing body / Nationale Vertretung der
FIVA) ist verantwortlich für die Festlegung vom Produktionsdatum und die Einteilung des Fahrzeuges.
6.9 Ein HISTORISCHES FAHRZEUG, das von einer ANF klassifiziert wurde, wird normalerweise auch von anderen FIVA
Mitgliedern anerkannt. Wenn eine ausstellende ANF Zweifel über Details eines Fahrzeuges hat, sollen weitere Informationen
von anderen ANF's gesucht werden. In solchen Fällen sind die relevanten Dokumentationen der anfordernden ANF oder der
Technical Commission der FIVA zur Verfügung zu stellen.
6.10 Im Fall einer ungelösten Meinungsverschiedenheit bezüglich Datierung oder Einteilung zwischen einem Besitzer und seiner
ANF, oder zwischen ANF's, muss der Fall an die FIVA Technical Commission zur Entscheidung gegen Bezahlung einer
entsprechenden Gebühr herangetragen werden. Der Entscheid der FIVA Technical Commission ist endgültig.
7. FIVA IDENTITY CARD (FIVA IDENTITÄTSAUSWEIS)
7.3 Die FIVA kann auf Antrag eine FIVA ID CARD für Fahrzeuge ausstellen, die den Anforderungen des FIVA TECHNISCHEN
REGLEMENTS entsprechen.
7.4 Die FIVA ID CARD ist ein Nachweis-Dokument, herausgegeben durch die ANF, um ein HISTORISCHES FAHRZEUG nach
Prüfung durch die FIVA oder ihre Vertreter zu identifizieren. Die FIVA ID CARD bleibt stets Eigentum der FIVA und ist 10 Jahre
bzw. bis zu einem Eigentümerwechsel gültig.
7.9 In einem Land, in dem es eine ANF gibt, muss der Eigentümer eines dort zugelassenen HISTORISCHEN FAHRZEUGES
den Antrag für eine FIVA ID CARD dieser ANF mit dem Formular gemäß Anhang A dieses FIVA TECHNISCHEN REGLEMENTS
einreichen. Eine ANF darf keine FIVA ID CARD ausfertigen für ein Fahrzeug, das in einem anderen Land zugelassen ist.
7.10 Für HISTORISCHE FAHRZEUGE, die nicht zum Verkehr zugelassen sind, ist der Antrag für eine FIVA ID CARD an die ANF
des Landes zu stellen, wo der Besitzer seinen Wohnsitz hat.
7.11 In einem Land, in dem es keine ANF gibt, müssen Eigentümer eines HISTORISCHEN FAHRZEUGES, das in diesem Land
registriert ist, den Antrag an die FIVA TECHNICAL COMMISSION stellen, um eine FIVA ID CARD zu erhalten.
7.12 Ein Mitglied eines der FIVA angeschlossenen Clubs, dem die Ausstellung einer FIVA ID CARD verweigert wird oder das die
von seiner ANF getroffene Einteilung anfechten will, kann gegen diesen Entscheid bei der FIVA TECHNICAL COMMISSION
Beschwerde erheben, welche die Sache an ihren Unterausschuss delegieren kann. Wird kein Einvernehmen erzielt, kann
Berufung bei dem vom General Committee der FIVA zu bestellenden Berufungsausschuss eingelegt werden, welcher die
endgültige Entscheidung trifft.
7.13 Die FIVA ID CARD entspricht dem Muster im Anhang B des FIVA TECHNISCHEN REGLEMENTS.
7.14 Die FIVA, ihre nationalen Vertreter oder ein offiziell von der FIVA Beauftragter können die FIVA ID CARD jederzeit
entziehen. In diesem Fall muss die ID CARD sofort zusammen mit der Begründung für den Entzug an den Aussteller geschickt
werden. Die FIVA TECHNICAL COMMISSION kann die Entscheidung einer ANF bezüglich einer FIVA ID CARD aufheben.
8. SONSTIGES
Alle weiteren Regelungen oder Entscheidungen, die durch die FIVA TECHNICAL COMMISSION nach Herausgabe dieses
Reglements getroffen werden, gelten als Teil dieses Reglements.
Jänner 2010

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